P1050208Drachenwand - Almkogel

1 Wanderung, die auch auf 2 aufgeteilt werden kann ...

Herbst in Kreuzstein, da ist die Sonne nicht mehr den ganzen Tag da, dafür zaubern aber leichte Nebel- und Dunstfetzen die vom Attersee kommen stets eine wunderbare Stimmung. Zeit für eine Wanderung ...

Auf die Dachenwand gehts entweder über den neuen Klettersteig - den H.P. Schöndorfer heuer bezwang - www.drachenwand-klettersteig.at - oder durch den ebenfalls alpin angehauchten "Graben".

 

Vom Gasthaus Drachenwand ist man in ungefähr 10 Minuten beim gut beschilderten "Einstieg", also der Warntafel dass man einiges an Trittsicherheit mitbringen sollte. Über den "Hirschsteig", der etliche Male mit Seilen gesichert ist - weil eben ausgesetzt - sowie etliche Leitern gehts rasch in die Höhe, sodass man meint, schon bald oben zu sein. Herbe Enttäuschung, hat man den ersten Kogel bezwungen und genießt einen herrlichen Blick hinunter, so muß man auch schon wieder etliche Höhenmeter runter und neu aufsteigen, nun aber auf Waldwegen - mit Blick zum Klettersteig - bis man schließlich die Drachenwand von hinten erreicht und am schmalen Felsband - vorbei am "Drachenloch" mit fulminanten "Durchblick" - das Gipfelkreuz auf 1.060 m Seehöhe nach 1 3/4 Stunden erreicht. Phantastische Perspektiven erwarteten mich, ebenso wie die warme Herbstsonne und die Nebelfetzen des Attergaus, die der Föhn aufgetrieben hatte. Die Kletterer kommen von der anderen Gratseite, die bezwinge ich im kommenden Jahr ...

P1050208Wieder zurück in den Wald und auf einem nicht bezeichneten Steig runter ins Wandergebiet Fuschler See. Hier erreicht man die geschützte Naturlandschaft Wildmoos beim Eibensee. Den See passiert man auf meiner Route nicht direkt, hat ihn aber vom Marienköpfl, einer Aussichtskuppe 5 min neben dem Weg zum Almkogel, gut im Blick. Auf Forstraßen geht es weiter zum Almkogel - 1.030 m, der auch von der Scharflinger Höhe bzw. St. Gilgen in Form eines Rundwanderweges erreichbar ist. Wieder ein herrlicher Blick zu Dachstein und Schafberg und all die mir noch unbekannten Berge des Salzkammerguts, aber auch das Höllengebirge sowie hinaus in die Ebenen von Atter- und Flachgau.

Der Abstieg ist etwas mühselig, weil steil und aufgrund der Schattenlage rutschig bis sich kurz vor der Theklakapelle die Rundwanderung wieder schließt.

Nach knapp 4 Stunden flotter Gehzeit bin ich wieder zurück. Fazit: Eine lohnende Tour, die man aber aufteilen sollte. Die Drachenwand von vorne begehen sollten nur Geübte, von der hinteren Seite ist sie einfach zu erreichen.Auf jeden Fall ein ganz besonderes Erlebnis bei herbstlicher Farbenpracht!

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Charlotte Weber, 3.10.2010

Ihren Namen hat die Wand nach einer Sage. Die Köchin eines Pfarrers hatte demnach heimlich den Rahm von der Milch abgeschöpft und ihrem Dienstherrn nur verwässerte Milch vorgesetzt, daher holte sie der Teufel. Da sie sich aber lautstark über ihre harte Strafe beklagte und zu zetern und zu schreien begann, kam der Teufel vom Kurs ab, krachte mitten durch den Berg und riss ein Loch, das Drachenloch, das noch heute zu sehen ist.